evangelischer friedhof gosau

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu Totenwache und Begräbnis an unser Pfarrbüro.

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sternenkinder

in gottes hand geborgen

Ein Denkmal für unsere Sternenkinder

Entstehung

Die Künstlerin Eva Höll


Schwangerschaft. Ein neues Leben entsteht – was für ein Wunder, was für ein Geschenk, was für eine Freude! 

 

Sterben: Ein Leben geht zu Ende – wie schwer der Abschied, wie tief die Trauer, wie brennend die Frage nach dem Warum.

 

Unterschiedlicher könnten zwei Situationen nicht sein. Doch was, wenn alles gleichzeitig passiert?! Was, wenn ein Leben endet bevor es richtig begonnen hat? Wohin dann mit den Fragen, mit der Trauer? 

 

Sternenkinder, so werden jene Kinder genannt, die vor, während oder nach der Geburt versterben. Oft geschieht das ohne viel Aufsehen, doch das Geschehene prägt die ganze Familie, das ganze Umfeld. Wenn der Tod eines lieben Menschen uns schon so hilflos macht und uns die Worte fehlen – wie sollten wir hier Trost finden und trösten können, wenn da plötzlich Schmerz statt Freude ist, Stille statt Lachen?! 

 

Als Christinnen und Christen gibt uns unser Glaube an Jesus Christus Halt und Hoffnung. Wir dürfen sicher sein, dass Gott gut ist und dass unser Schöpfer uns liebt. Gott macht keine Fehler. Jedes Leben, das er schenkt ist unendlich wertvoll und kostbar. Gott ist die Quelle des Lebens und er ruft seine Kinder immer ins Leben, ob wir geboren werden oder sterben, darauf vertrauen wir.

 

Weil Gott jedes Leben schenkt, wollen auch wir jedes Leben für kostbar und unendlich wertvoll erachten – unabhängig von der Lebensdauer, den Leistungen des Menschen oder der Herkunft. Jedes Leben ist ein Geschenk, jeder Mensch hat Würde – weil wir als Ebenbild Gottes einzigartig und wunderbar geschaffen sind. 

 

Auch wenn wir vieles nicht verstehen – auch wenn wir viele Fragen haben – wir dürfen sicher sein: Gott ist unmittelbar dabei – von der ersten Sekunde an bis zur letzten dieses irdischen Lebens und darüber hinaus. Der unendliche und liebende Gott hält jedes Leben in seinen schützenden Händen. Niemand geht verloren – und dieser Gott hält auch uns, in unserem Schmerz, unserer Trauer, unserer Gebrochenheit. Wenn wir ihm und seiner Liebe Raum geben, kann Gott unser Herz heilen und uns Frieden schenken. 

 

Manchmal braucht es einen Ort, um sich an all das zu erinnern. An das Geschenk des Lebens, an die Kostbarkeit jedes neuen Tages, an die Würde aller Menschen, an die Allmacht und bedingungslose Liebe Gottes zu uns – auch wenn wir sie oft nicht fühlen. 

Das neue Sternenkinder-Denkmal am Friedhof in Gosau lädt ein, einen Moment inne zu halten, ein Gebet zu sprechen, sich kurz zu setzen, um die Figur auf sich wirken zu lassen. Gott ist da – in unserer Trauer und in unserer Unruhe. Gott möchte uns begegnen und uns das geben, was wir brauchen.

 

Ein Zuspruch aus den Psalmen begleitet das Denkmal:

Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

Psalm 91,11

 

Möge Gott selbst uns spürbar begleiten, unser Herz beschützen und bewahren.

Möge Gott uns neue Hoffnung und tiefen Frieden schenken.

Möge Gott uns Weisheit und einen liebevollen Umgang miteinander ermöglichen, 

auf allen unseren Wegen.

 

Gottes Segen,

Pfarrerin Esther Scheuchl

 

Gedanken der Künstlerin Eva Höll

Das Denkmal für die Sternenkinder ist aus Untersberger Marmor, einem Kalkstein gefertigt.

 

Dargestellt ist eine ruhig sitzende Figur, die ein kleines Baby liebevoll in den Armen hält.

 

Das Wichtigste für mich ist, den Eltern und Angehörigen die Gewissheit zu geben, dass ihre Kinder nicht verloren und vergessen sind. Um das zu zeigen habe ich Gottes Liebe in dieser Geste größter Zuneigung dargestellt.

 

Die schützende Haltung und der liebevoll geneigte Kopf zeigen die Liebe eines Vaters, einer Mutter, die Liebe Gottes zu seinen Kindern. Die Figur weißt weder Gesichtszüge noch Geschlechtsmerkmale auf, um niemanden von den Trauernden auszuschließen. 

 

Gott lässt niemanden fallen, er hat diese Kinder sanft aufgefangen, sie in die Arme seiner Engel gelegt und ihnen befohlen die Kinder immer zu behüten. 

 

Sternenkinder sind nicht vergessen, sie wurden sozusagen zu einem weiteren strahlend schönen Stern auf dem Firmament.

 

 

Wie du am Anfang warst,

als die gute Welt entstand,

so sei mir huldvoll jeden Tag.

Wie du am Anfang warst,

als mein Weg begann,

so sei bei mir jede Meile.

Wie du am Anfang warst,

als du meine Seele formtest,

so halte mich in deinen Händen

bis an mein Ende.

 

Altirischer Segenswunsch